GUSTAV-ADOLF-GEDÄCHTNISKIRCHE

Einen Besuch wert: heimelich-einladend und schlicht-elegant.

Das Stück historisch größter Relevanz stellt wohl die Altarbibel der Kirche dar, die die händische Unterschrift des frisch wiedergewählten Reichspräsidenten der Weimarer Republik trägt: Sie ist ein Geschenk des heute nicht unumstrittenen Paul von Hindenburg. Zur Kirchenweihe am 16. Mai 1932 um 14 Uhr wurde sie offiziell übergeben.

Dieses Zeugnis stellt die Kirchengemeinde in die Verantwortung, nicht zu schweigen zu menschenverachtender Sprache und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit unserer Zeit und aus den Erfahrungen der damaligen Zeit zu lernen: Toleranz gegenüber Intoleranz ist der falsche Weg.  

Dank der einmaligen Akustik ist die Gustav-Adolf-Gedächtniskirche Hirschaus schönste Konzertkirche.

Sie ist ein Segensraum. Für die Gemeindemitglieder, die (vorher zu Amberg gehörend) endlich eine spirituelle Heimat haben konnten und für die Gemeinde heute. In der Regel Sonntags um 9:30 Uhr in ihr Gottesdienst statt. Neues Leben, gemeinsames Leben und scheidendes Leben wird unter Gottes Segen gestellt und in seinen Segensraum gestellt.  

Benannt ist sie nach dem Schwedischen König Gustav II. Adolf, dessen 500. Todestag ins Weihejahr fiel. Gustav Adolf gilt als der Schutzherr der Protestanten, der den Sieg der gegnerischen Seite im dreißigjährigen Krieg abwenden konnte. Darin spiegelt sich ein selbstbewusste evangelische Identität in der Diaspora.

Heute prägen gute und freundschaftliche ökumenische Zusammenarbeit mit den Pfarreien Hirschau, Schnaittenbach und Gebenbach das Gemeindeleben. Das Porträt des Namensgebers ist auf der Seitenwand neben dem Taufstein angebrach